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Stirb  Schätzchen  stirb: J. D. Robb
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J. D. Robb

Stirb, Schätzchen, stirb

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1 Softcover
Bestellnummer: 092827
BestBook. Flexibel gebunden, Premiere, 512 Seiten, Band 24
Clubausgabe 10,00 €*
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Über dieses Buch:

New York, 2059. Eve Dallas ist erschüttert: Nach 20 Jahren steht plötzlich ihre Pflegemutter Trudy vor ihr, die Eve als Kind fürchterlich gequält hat. Und natürlich führt Trudy auch diesmal nichts Gutes im Schilde - sie will Eve erpressen. Entweder bekommt sie 2 Millionen Dollar Schweigegeld oder sie wird Eves dunkles Familiengeheimnis öffentlich machen und damit ihre Karriere zerstören. Roarke macht der Erpresserin klar, dass sie sofort die Stadt verlassen muss, wenn ihr ihr Leben lieb ist. Doch dann geschieht ein Mord - und Eve und Roarke bekommen erhebliche Schwierigkeiten ...
EAN: 206004092827

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Leseprobe:

Der Tod machte keine Ferien. Zwar hatte sich New York im Dezember 2059 mit Glitzer und Glimmer festlich herausgeputzt, aber der Weihnachtsmann war tot. Und ein paar von seinen Helfern sahen auch ziemlich erbärmlich aus.
Inmitten des lärmenden Wahnsinns, der wie immer auf dem Times Square herrschte, stand Lieutenant Eve Dallas auf dem Bürgersteig und sah sich die Überreste des Weihnachtsmannes an. Wenn die um sie herumstehenden Kinder, die bestimmt noch daran glaubten, dass ein dicker Mann in einem roten Anzug sich durch den Schornstein quetschte, um sie mit Geschenken zu erfreuen, statt sie in ihren Betten zu ermorden, nicht sofort aufhörten zu kreischen, würden ihr sicher bald die Trommelfelle platzen, dachte sie und fragte sich, weshalb, wer auch immer die Verantwortung für diese Knirpse hatte, nicht endlich jemand dafür sorgte, dass der Trupp von hier verschwand.
Was, Gott sei Dank, nicht ihre Sache war. Kinder waren für sie nämlich weitaus erschreckender als die blutige Masse, die zu ihren Füßen lag.
Dann legte sie den Kopf in ihren Nacken und blickte in Richtung der sechsunddreißigsten Etage des Broadway View Hotel. Von dort aus war der Fettwanst auf die Straße geklatscht, hatte der Beamte, der als Erster am Fundort erschienen war, erklärt. Zeugen zufolge hatte er laut »Ho ho ho« geschrien und war dann auf dem Rücken eines Pechvogels gelandet, der gemütlich über die endlose Party auf dem Times Square geschlendert war.
Es würde ganz bestimmt nicht angenehm, die beiden zerschmetterten Leichen voneinander zu trennen, nahm sie an.
Zwei weitere Personen waren mit leichten Verletzungen davongekommen, eine von ihnen hatte sich den Schädel angeschlagen, als sie angesichts des ekligen Gemischs aus Blut, Hirnmasse und Eingeweiden, das ihr entgegengespritzt war, schlicht und einfach umgefallen war. Dallas würde die beiden erst einmal den Sanitätern überlassen und nähme ihre Aussagen auf, wenn der erste Schock verkraftet war.
Sie wusste sowieso schon, was geschehen war. Sie sah es den glasigen Augen der Helfer des Weihnachtsmannes an.
Als sie auf die beiden zumarschierte, blähte sich ihr knöchellanger schwarzer Ledermantel in der kalten Luft. Ihr kurzes, braunes Haar rahmte ein schmales Gesicht mit Augen in der Farbe guten, alten Whiskeys, die, wenn sie sie zusammenkniff, genauso schmal und polizistenmäßig waren wie ihr übriges Erscheinungsbild.
»Der Typ in dem Weihnachtsmannkostüm war also euer Kumpel?«, fragte sie.
»Oh, Mann. Tubbs. Oh, Mann.«
Einer war schwarz, der andere weiß, doch im Augenblick wirkten die Gesichter eher grün. Was durchaus zu verstehen war. Sie schätzte sie auf Ende zwanzig, und die teuren Kleider legten die Vermutung nahe, dass sie Juniorpartner in der Firma waren, deren Weihnachtsfeier rüde unterbrochen worden war.
»Ich werde Sie beide auf die Wache bringen lassen, um dort Ihre Aussagen aufnehmen zu lassen. Es wäre nett, wenn Sie sich freiwillig auf Drogen testen ließen. Wenn nicht...« Sie wartete einen Moment und fügte mit einem schmalen Lächeln hinzu: »... zwingen wir Sie dazu.«
»Oh, Mann, oh, Scheiße. Tubbs. Er ist tot. Er ist tot, nicht wahr?«
»Das ist offiziell«, antwortete Eve und winkte ihre Partnerin herbei.
Detective Delia Peabody, die die dunklen Haare momentan in sportlichen Wellen trug, richtete sich über dem Gewirr der Gliedmaßen der beiden Opfer auf. Sie war ebenfalls ein wenig grün, aber sie hielt sich trotzdem wirklich tapfer, dachte Eve.
»Ich weiß, wer die beiden Opfer sind«, erklärte sie. »Der Weihnachtsmann war ein gewisser Lawrence, Max, achtundzwanzig Jahre, wohnhaft in Midtown. Der Typ, der - haha - den Sturz abgefangen hat, hieß Jacobs, Leo, dreiunddreißig, mit einer Adresse in Queens.«
»Ich lasse die beiden auf die Wache bringen und auf Drogen testen und nehme ihre Aussagen auf, wenn wir hier fertig sind. Ich nehme an, Sie wollen sich die Räumlichkeiten ansehen, in denen die Feier stattgefunden hat, und mit den anderen Zeugen sprechen.«
»Ich ...«
»Sie leiten die Ermittlungen in diesem Fall.«
»Richtig.« Peabody atmete tief ein. »Haben Sie die beiden schon irgendwas gefragt?«
»Es ist Ihre Entscheidung, ob wir jetzt schon mit den beiden sprechen oder erst nachher auf dem Revier.«
»Nun ...« Offenkundig auf der Suche nach der richtigen Antwort sah Peabody sie fragend an und meinte erst, als Eves Gesicht ihr nicht das Mindeste verriet: »Sie sind ziemlich fertig, und hier herrscht das totale Chaos, aber ... vielleicht kriegen wir hier und jetzt mehr aus den beiden raus, als wenn sie sich beruhigt haben und anfangen zu überlegen, ob sie vielleicht selbst in Schwierigkeiten sind.«br> »Welchen von den beiden nehmen Sie?«
»Äh. Den Schwarzen.«
Eve nickte und kehrte zu den beiden jungen Männern zurück. »Sie da.« Sie zeigte auf den Weißen. »Name?«
»Steiner. Ron Steiner.«
»Wir werden jetzt einen kleinen Spaziergang machen, Mr Steiner.«
»Mir ist schlecht.«
»Das glaube ich.« Sie bedeutete ihm aufzustehen, packte ihn am Arm und führte ihn ein paar Schritte fort. »Sie und Tubbs waren Kollegen?«
»Ja. Ja. Bei Tyro Communications. Wir - wir sind manchmal zusammen losgezogen und haben einen drauf-gemacht.«
»Er scheint ein ziemlich großer und kräftiger Kerl gewesen zu sein.«
»Wer, Tubbs? Ja, ja.« Steiner fuhr sich mit der Hand über die schweißbedeckte Stirn. »Ich schätze, er hat mindestens hundert Kilo auf die Waage gebracht. Deshalb dachten wir, es wäre witzig, wenn er als Weihnachtsmann auf der Party erscheint.«
»Und was hatte Tubbs in seinem Sack?«
»O, Mann.« Er warf sich die Hände vors Gesicht. »Oh, Gott.«
»Bisher ist unser Gespräch nicht offiziell. Das wird es später noch, aber jetzt erzählen Sie mir einfach, was passiert ist, ja? Ihr Freund und ein armer Tropf, der im falschen Augenblick am falschen Ort war, sind tot.«
Ohne die Hände vom Gesicht zu nehmen, krächzte er: »Die Bosse haben nur das Büffet für die Party organisiert. Sie haben nicht mal die Getränke übernommen, wissen Sie?« Ron erschauderte, bevor er seine Arme sinken ließ. »Also haben sich ein paar von uns zusammengetan, gemeinsam das Kostüm für Tubbs gemietet, und nachdem die Chefs verschwunden waren, haben wir die Getränke und die ... die anderen Sachen rausgeholt.«
»Wie zum Beispiel?«
Er schluckte, sah ihr dann aber in die Augen und zählte mit leiser Stimme auf: »Ein bisschen Exotica, ein bisschen Push und Jazz.«
»Zeus?«
»Damit habe ich nichts zu schaffen. Ich lasse mich auf Drogen testen, dann werden Sie ja sehen. Ich habe nur ein bisschen Jazz geraucht, sonst nichts.« Als Eve ihn einfach reglos ansah, fuhr er hektisch fort: »Und er hat auch nie irgendwelches hartes Zeug genommen. Nicht Tubbs, Mann, das schwöre ich. Das hätte ich gewusst. Aber ich glaube, dass er heute irgendetwas anderes eingeworfen hat, vielleicht hat er oder irgendjemand anderes ja das Push mit irgendwas versetzt. Diese blöde Arschloch«, schluchzte er, und dicke Tränen kullerten ihm über das Gesicht. »Er war total aufgedreht, das kann ich Ihnen sagen. Aber Mann, schließlich waren wir ja auch auf einer Party. Wir haben uns einfach amüsiert. Die Leute haben gelacht und getanzt. Und dann hat Tubbs plötzlich das Fenster aufgemacht.«
Jetzt waren seine Hände überall. In seinem Gesicht, an seinem Hals, in seinem Haar. »Oh, Gott. Oh, Gott. Ich dachte, das macht er, weil die Luft allmählich ziemlich stickig wurde. Das Nächste, was ich mitbekommen habe, war, dass er auf den Fenstersims geklettert ist und uns mit diesem breiten, dämlichen Grinsen angesehen hat. Dann hat er gebrüllt: >Frohe Weihnachten euch allen, gute Nacht.< Dann ist er gesprungen. Mit dem Kopf zuerst. Mein Gott, dann war er weg. Niemand hat auch nur versucht, ihn festzuhalten. Es ging alles viel zu schnell. Dann haben die Leute angefangen zu schreien und sind hin und her gerannt, ich bin zum Fenster gelaufen und habe rausgeguckt.«
Wieder fuhr er sich mit den Händen durchs Gesicht und atmete zitternd ein. »Ich habe gerufen, dass jemand den Notarzt alarmieren soll, danach sind Ben und ich runtergelaufen. Auch wenn ich nicht weiß, warum. Wir waren seine Freunde, und wir sind runtergelaufen, um nach ihm zu sehen.«
»Woher hatte er die Drogen, Ron?« »Mann, was für ein Scheiß.« Er blickte über ihren Kopf hinweg auf die belebte Straße. Er kämpfte, wie Eve wusste, den normalen kleinen Kampf, ob er feige die Klappe halten oder für eine Sache geradestehen sollte, die unglücklicherweise schiefgelaufen war.
»Er muss sie von Zero gehabt haben. Ein paar von uns haben für einen Party-Pack zusammengelegt. Aber keine harten Sachen, das schwöre ich.«
»Wo betreibt dieser Zero sein Geschäft?« »Er hat einen Club an der Ecke Broadway/Neunundzwanzigste. Zero's. Verkauft Partydrogen unter der Hand. Tubbs, Mann, der war völlig harmlos. Er war nur ein großer, dummer Junge, weiter nichts.«

Aus dem Amerikanischen von Uta Hege

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Pressestimmen:

»Band 23 der Serie und noch immer kommt keine Langeweile auf.« Publishers Weekly

Biographie:

J.D. Robb ist das Pseudonym der internationalen Bestsellerautorin Nora Roberts. Ihre originellen, überaus spannenden Kriminalromane mit der Heldin Eve Dallas wurden von den amerikanischen Lesern mit größter Begeisterung aufgenommen. Seit der Veröffentlichung von »Rendezvous mit einem Mörder« in Deutschland feiert sie auch hierzulande größte Erfolge.

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