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Das geheime Abendmahl: Javier Sierra
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Javier Sierra

Das geheime Abendmahl

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1 gebund. Buch
Bestellnummer: 082224
Gebunden mit Schutzumschlag, Premiere, 384 Seiten
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Über dieses Buch:

Mysteriöse Sekten, ketzerische Botschaften und rätselhafte Zeichen: Welches Geheimnis verbirgt das »Letzte Abendmahl«? Italien, 1497. Dem Vatikan liegen ungeheuerliche Informationen vor: Der berühmte Maler Leonardo da Vinci soll ketzerische Botschaften in seinem Gemälde »Das letzte Abendmahl« verstecken. Als sich zudem mysteriöse Todesfälle beim Kloster Santa María delle Grazie häufen, wo Leonardo an seinem Fresko malt, reist der Dominikanermönch Agustín Leyre im Auftrag des Vatikans unverzüglich nach Mailand, um Licht in die Angelegenheit zu bringen ...
EAN: 206004082224

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Leseprobe:

Der Dominikanermönch Agustín Leyre - Inquisitor des Vatikans

Noch nie stand ich vor einer so schwierigen und rätselhaften Aufgabe wie zu Neujahr 1497. Im Vatikan verfolgten wir aufmerksam die traurigen Vorgänge am Hofe von Ludovico il Moro.  Allzu früh war die schöne Fürstin Beatrice d'Este gestorben, und mit ihrem Tod endete auch der Traum von Ruhm und Glanz des Fürstentums.  Damals war die Welt ein unwirtlicher und unzuverlässiger Ort.Aus dem Orient strömten neue Ideen in die westliche Welt und drohten, unsere eintausendfünfhundertjährige Tradition in einer Hölle ausTreibsand untergehen zu lassen.Platons Griechenland,das Ägypten Kleopatras oder Marco Polos extravagantes Reich der Mitte sollten plötzlich weitaus mehr gelten als unsere auf die Bibel zurückgehende Kultur. Das Christentum stand im Zeichen des Aufruhrs. Der aus Spanien stammende Papst Alexander VI., ein skrupelloser Machtmensch, schacherte dreist und unverhohlen mit Kirchenämtern. Im östlichen Mittelmeerraum aber rüsteten die Türken auf und bedrohten unsere Religion. In unserer langen Geschichte war der Gottesglaube noch nie so schutzlos gewesen. Turbulente Zeiten - auch für mich, den Diener Gottes, der sich mit dieser Schrift an Euch wendet. Mit jedem Tag wuchs die Welt damals über ihre Grenzen hinaus, und wir hatten Mühe, damit Schritt zu halten. Die Erde wurde immer größer, während unser geographisches Wissen abnahm.Wir Geistliche standen damit vor einer großen Herausforderung: Es waren Millionen von Ungläubigen zum Christentum zu bekehren. Die Skeptiker unter uns sahen mit den herannahenden heidnischen Horden auch das Chaos in Europa voraus. Tief in meinem Inneren weiß ich, dass kein Christ jemals diese Zeilen lesen wird.Tränen der Verzweiflung steigen in mir hoch. Ich werde das Manuskript mit ins Grab nehmen.Am Jüngsten Gericht wird es dann der Todesengel an meiner Seite dem Ewigen Vater reichen.Traurig, dass der Strom der Geschichte an so vielen Geheimnissen vorübertreibt. Wird er mein Geheimnis lüften? Ich bezweifle es. Es tröstet mich, das Geschehene niederzuschreiben.Vieles erfuhr ich am eigenen Leib, anderes hingegen erst Jahre später. Für Euch, ersehnter Leser, habe ich die Dinge geordnet. Zu gern möchte ich das große Geheimnis, welches mein Leben verändert hat, mit Euch teilen.

Wer ist der »Schwarzseher«?
"Das müsst Ihr sehen, Bruder Augustin! Lest es gleich!" Noch nie hatte ich Bruder Giovanni in solch einem Zustand gesehen.Während der junge Mönch den Brief auf meine Unterlagen fallen ließ, flüsterte er sichtlich betroffen: "Es ist unfassbar, Pater, Un-fass-bar." "Was ist denn unfassbar, Bruder?" Gozzoli rang nach Luft: "Der Brief. Dieser Brief... Der Schwarzseher... Er hat den Plan aufgedeckt." "Welchen Plan?" "In dem Brief steht,was wirklich in Santa Maria delle Grazie vorgeht. Es handelt sich um Magie!" "Magie?" Ich kam aus dem Staunen nicht heraus. Unverzüglich vertiefte ich mich in die Lektüre der Botschaft.
Ganz Italien lag Leonardo da Vinci zu Füßen
"Ihr schwört also, dass in diesem Wandgemälde ein Rätsel verborgen ist?" Verdutzt kratzte sich Marco d’Oggiono am Kinn. Sein Blick glitt über das neu entstehende Gemälde, an dem der Meister gerade arbeitete. Solche Spiele gefielen Leonardo da Vinci.War er guter Laune, und heute war so ein Tag, suchte man in ihm vergebens den berühmten Maler, Erfinder, Musikinstrumentenbauer und Ingenieur. Dem Lieblingskünstler von Ludovico il Moro lag ganz Italien zu Füßen.An diesem kalten Morgen blitzte es schelmisch in den Augen des Meisters. Er war trotz der Trauer um die Principesa ins Refektorium der Dominikaner gegangen, um seine Arbeit zu begutachten. Das hatte den Unmut der Mönche erregt. Nun stand der Maler zufrieden zwischen all den Aposteln oben auf dem sechs Meter hohen Gerüst. Munter wie ein junger Bursche sprang er von Brett zu Brett. "Natürlich gibt es ein Geheimnis!" rief er. Ein ansteckendes anstekkendes Lachen erfüllte das leere Gewölbe von Santa Maria delle Grazie. "Betrachtet aufmerksam mein Werk und beachtet die Zahlen. Zählt! Zählt!" lachte er. "Aber Meister..." "Ist schon gut", Leonardo schüttelte zwar versöhnlich den Kopf, legte aber seinen ganzen Widerwillen auf die Betonung der letzten Silbe. "Es wird nicht einfach sein, Dich zu unterrichten. Neben dem Kasten mit den Pinseln da unten liegt eine Bibel. Nimm sie und sieh im dreizehnten Kapitel von Johannes, ab Vers einundzwanzig nach.Vielleicht findest du da die Erleuchtung."

Will ihn der Meister hinters Licht führen?
Der Schüler des Toskaners schüttelte den Kopf. Marco ahnte bereits, dass ihn der Meister hinters Licht führen wollte: "Maestro Leonardo", in seiner Stimme mischten sich Vorwurf und Enttäuschung, "ich weiß, dass sich Eure Arbeit auf diese Stelle des Evangeliums bezieht. Mich die Bibel lesen zu lassen, hilft mir aber nicht weiter. Ich will die Wahrheit wissen." "Die Wahrheit? Welche Wahrheit, Marco?" "In der Stadt geht das Gerücht, Ihr würdet so lange für das Bild brauchen,weil Ihr etwas Wichtiges darin verbergt." Leonardo verzog keine Miene. "Maestro, Eure Leidenschaft für Geheimnisse ist wohl bekannt. Ich möchte auch wissen, worum es geht...! Drei Jahre schon mische ich für Euch Farben, gehe Euch mit Entwürfen und Kartonagen zur Hand. Habe ich nicht das Recht, mehr als die da draußen zu wissen?" "Ja doch. Aber darf man erfahren, wer das alles behauptet?" "Wer, Meister? Jeder! Sogar die Mönche dieses heiligen Hauses horchen Eure Schüler aus!" "Was meinst Du dazu?" "Ich?" "Ja doch, Du." Wieder huschte ein spitzbübisches Lächeln über das Gesicht des Meisters. "Schließlich erlebst Du mich täglich in diesen herrlichen Räumen aus nächster Nähe. Zu welchem Schluss bist Du gekommen?"

Welches Rätsel verbirgt das Wandgemälde?
Marco blickt auf das Wandbild. Mit einem feinen Pinsel setzte der Toskaner hier und da Korrekturen. An der Nordwand des Saales prangte die außergewöhnlichste Darstellung des Heiligen Abendmahls, die Marco jemals gesehen hatte. Genau in der Mitte des Arrangements war Jesus zu sehen - so lebendig, als sei er wahrhaft aus Fleisch und Blut. "Ich höre, Marco.Was ist Deine Meinung?" "Ich weiß nicht, Maestro..." zögerte er. "Euer Werk hat für mich etwas Verblüffendes. Es ist so, so..." "So was?" "So unmittelbar, so menschlich, dass ich keine Worte dafür finde." "Gut!" sagte Leonardo zufrieden während er die Hände am Schurz trocknete. "Siehst Du? Ohne es Dir vorwegzunehmen, bist Du meinem Geheimnis ein Stück näher gekommen."

"Ich verstehe nicht, Meister."
"Vielleicht wirst Du es ja nie begreifen", sagte der Maler lächelnd. "Hör was ich Dir sage: Alles in der Natur hat ein Geheimnis: der Flug der Vögel, die gewaltigen Kräfte des Wassers... Wenn die Malerei ein Spiegel der Natur ist,muss sie ebenfalls viele Informationen enthalten können. Vergiss nicht, das Betrachten eines Bildes führt Dich jedes Mal ins Herz der höchsten aller Künste. Bleib niemals an der Oberfläche: betrete die Bühne, bewege Dich zwischen den Kulissen, entdecke die verborgenen Winkel, spüre das Verborgene auf.... Auf diese Weise wirst Du seine Bedeutung verstehen lernen. Sei aber gewarnt: es erfordert einigen Mut. Wie gesagt, nicht immer deckt sich ein Wandbild wie dieses mit unseren Erwartungen."

"Er ist ein Inquisitor, Maestro."
"Habt ihr schon vom neuen Gast im Kloster Santa Maria gehört?" Zerstreut schüttelte der Meister den Kopf. Das schneeweiße Haar fiel ihm bis auf die Schultern. "Nein...", antwortete er schließlich zögernd. "Ist es jemand Interessantes, Caro?" "Er ist ein Inquisitor, Maestro." "Das ist ein übles Handwerk.Aber was soll ich dazu sagen? Ich habe Wichtigeres zu tun. Ich muss dieses Abendmahl fertig machen. Dann ist da noch... das Geheimnis."

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Kundenbewertung:

Durchschnittliche Bewertung durch 31 Kunden
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Pressestimmen:

»Zwischen historischer Wahrheit und Fiktion routiniert wechselnd, vermag Javier Sierra den Leser in jedem Moment zu fesseln.« Alerta
»Nach der Lektüre dieses Romans betrachtet man ?Das letzte Abendmahl? von Leonardo Da Vinci mit anderen Augen. Javier Sierra ist es durch seine Detailtreue gelungen, einen Roman zu schreiben, der mehr ist als ein populärer Bestseller. Es ist ein ernst zu nehmendes Buch, jedoch höchst unterhaltsam zu lesen.« Blanco y Negro
»Alle Fans von Dan Browns ?Sakrileg? werden ihre Freude an diesem erstaunlichen Buch haben, das Dan Browns Bestseller im Grunde wenig ähnelt und sich mit absolut originellen Fragen beschäftigt. Ein Buch, das niemanden unberührt lässt, weil es etwas Wahrhaftiges anrührt, in die Tiefe des Bewusstseins dringt und dazu animiert, die Freiheit der Religion zu leben. Mit großer Präzision und Sprachgewalt vermag uns dieser herausragende Autor das zeitgeschichtliche Kolorit einer Epoche, die Orte des Geschehens und die Figuren lebendig nahe zu bringen, ohne jemals oberflächlich zu werden. Für Literaturfans und Liebhaber von Mysterien ist dieser Roman ein besonderer Leckerbissen.« Año Cero
»Geschichten wie diese geben uns den Glauben an die Aufgabe und die Macht der Kunst zurück. Dies ist ein großes Buch und das bislang beste dieses jungen Autors.« Más Allá.
»Ein unterhaltsamer, origineller, spannend geschriebener Roman, der auf eingängige Weise eine Fülle hoch interessanter Informationen und Theorien transportiert.« El Periódico de Aragón
»Dieser Autor wagt eine überraschende Sicht auf Leonardo da Vinci und verhilft dem Leser dazu, das komplexe Werk ?Das letzte Abendmahl? zu verstehen.« ABC Sevilla

Biographie:

Javier Sierra wurde 1971 in Teruel, im Nordosten Spaniens geboren. Er lebt in Madrid und in der andalusischen Stadt Málaga und ist seit kurzem mit Eva Pastor, einer Flamencotänzerin, verheiratet. Von Kindheit an war er von Geheimnissen und dem Abenteuer angezogen, und von der Welt der Kommunikation fasziniert. So hatte er mit zwölf Jahren bereits seine erste Radiosendung beim Sender Radio Heraldo. Bereits mit sechzehn Jahren schrieb er regelmäßig für Zeitschriften und war mit achtzehn Jahren einer der Gründer des internationalen Magazins Año Cero (Jahr Null). Mit siebenundzwanzig Jahren wurde er Herausgeber des bekannten spanischen Monatsmagazins Más Allá de la Cienca (Jenseits der Wissenschaft). Javier Sierra hat an der Complutense Universität von Madrid Journalismus studiert und sein erstes Buch 1995 veröffentlicht. Bislang hat er drei Sachbücher zu historischen und wissenschaftlichen Themen geschrieben, wobei rätselhafte Phänomene im Mittelpunkt seines Interesses standen. Darüberhinaus hat er bislang vier erfolgreiche historische Romane geschrieben. Sein erster Roman erschien 1998 unter dem Titel La Dama Azul (Die Dame in Blau, noch nicht auf Deutsch erschienen) und beschäftigt sich mit dem Leben der Nonne und Mystikerin Mará Jesús de la Ágreda (1602-1665). Mit diesem ersten Roman begann Sierras Interesse für eine Literatur, die als Mittel eingesetzt wird, um Antworten auf noch ungelöste Fragen und Rätsel der Vergangenheit zu finden. So setzt er sich auch in den folgenden Romanen mit rätselhaften Phänomenen der Geschichte auseinander: Las puertas templarias (Die Tore der Templer, erschienen 2000); El secreto egipcio de Napoleón (Napoleons ägyptisches Geheimnis, erschienen 2002) und schließlich La cena secreta, Das geheime Abendmahl. Als Schriftsteller und Journalist und Javier Sierra in seiner spanischen Heimat eine sehr bekannte öffentliche Figur mit regelmäßiger Präsenz in Radio,- und Fernsehsendungen. Im Frühling 2004 hatte er seine eigene Fernsehshow im Sender Telemadrid unter dem Titel »Die andere Seite der Realität«. Immer auf der Suche nach den letzten ungelösten Rätseln der Menschheit ist Sierra in über zwanzig Länder der Welt gereist, wobei sein Lieblingsziel Ägypten ist. Während einer Recherche in der Türkei ist es ihm gelungen, die berühmte Karte von Piri Reis aufzuspüren. Dieses Dokument liefert den definitiven Beweis, dass Christoph Columbus die Neue Welt dank einer Navigationsroute erreichte, die weit vor 1492 angefertigt worden ist. In Peru nahm er an einer Ausgrabung teil, mit dem Ziel den Goldschatz des Inka-Führers Atahualpa zu finden, das dieser vor dem Eroberer Pizarro in Cuzco versteckt hat. Nach Sierras Theorie ist das Gold in einem unterirdischen Gangsystem verborgen, einem Meisterwerk der Ingenieurskunst, das dem der Andenpriester des 16. Jahrhunderts noch weit überlegen ist.

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