Der Beginn einer göttlichen Trilogie! Percy versteht die Welt nicht mehr. Jedes Jahr fliegt er von einer anderen Schule. Ständig passieren ihm seltsame Unfälle. Langsam wird ihm klar: Irgendjemand hat es auf ihn abgesehen. Als Percy sich mit Hilfe seines Freundes Grover vor einem Minotaurus ins Camp Half-Blood rettet, erfährt er die Wahrheit: Sein Vater ist der Meeresgott Poseidon, Percy also ein Halbgott. Und er hat einen mächtigen Feind: Kronos, den Titanen. Die Götter stehen Kopf - und Percy und seine Freunde vor einem unglaublichen Abenteuer ...
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9783551554376
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Unsere Empfehlung für Sie: Percy Jackson-Im Bann des Zyklopen
An diesem Abend ging es nach dem Essen viel aufregender zu als sonst.
Es war der Tag der Eroberung der Flagge.
Als die Tische abgeräumt worden waren, erklang das Muschelhorn und alle erhoben sich. Die Campbewohner johlten und schrien, als Annabeth und zwei von ihren Geschwistern mit einem seidenen Banner in den Pavillon gerannt kamen. Das Banner war über drei Meter lang, es war hellgrau und mit dem Bild einer Eule über einem Olivenbaum geschmückt. Von der anderen Seite her kamen Clarisse und ihre Freundinnen mit
einem anderen Banner in derselben Größe angerannt, es war knallrot und bemalt mit einem bluttriefenden Speer und einem Eberkopf.
Ich wandte mich an Luke und brüllte durch den Lärm hindurch: »Sind das die Flaggen?«
»Ja.«
»Führen immer Ares und Athene die Teams an?«
»Nicht immer«, sagte er. »Aber häufig.«
»Wenn eine andere Hütte eine erbeutet, was macht ihr dann � die Flagge neu bemalen?«
Er grinste. »Wirst du schon sehen. Erst müssen wir eine haben.«
»Auf wessen Seite stehen wir?«
Er bedachte mich mit einem listigen Blick und schien etwas zu wissen, was ich nicht wusste. Die Narbe auf seiner Wange ließ ihn im Fackelschein fast hinterhältig aussehen.
»Wir haben uns vorübergehend mit Athene verbündet. Heute werden wir Ares die Flagge wegschnappen. Und du wirst uns dabei helfen.«
Die beiden Teams wurden vorgestellt. Athene hatte sich mit Apollo und Hermes verbündet, den beiden dichtestbevölkerten Hütten. Offenbar war mit Privilegien gehandelt worden � Duschzeiten, Arbeitsaufgaben, den
besten Zeiten für sportliche Aktivitäten �, um sich Unterstützung zu verschaffen.
Ares hatte sich mit allen anderen zusammengetan: Dionysos, Demeter, Aphrodite und Hephaistos. Soviel ich bisher gesehen hatte, waren Dionysos� Kinder absolut gute Sportler, aber es gab nur zwei davon. Die Sprösslinge der Demeter kannten sich mit Natur und dem Leben draußen aus, waren aber nicht gerade aggressiv. Wegen der Kinder der Aphrodite machte ich mir keine besonderen Sorgen. Sie saßen meistens herum, bewunderten ihr Spiegelbild im See, frisierten sich immer wieder neu und tratschten. Die Kinder des Hephaistos waren nicht besonders hübsch und es gab auch nur vier von ihnen, aber sie waren groß und kräftig, weil sie den ganzen Tag in der Schmiede arbeiteten. Sie könnten ein Problem darstellen. Blieb noch Ares� Hütte: ein Dutzend der größten, gemeinsten, hässlichsten Kinder auf Long Island oder irgendwo sonst auf diesem Planeten.
Chiron schlug mit seinem Huf auf den Marmortisch.
»Helden und Heldinnen!«, rief er. »Ihr kennt die Regeln. Der Bach ist die Grenze. Der gesamte Wald ist zugelassen. Alle magischen Dinge sind erlaubt. Die Flagge muss offen gezeigt werden und darf von nicht mehr als zwei Personen bewacht werden. Gefangene dürfen entwaffnet, aber nicht gefesselt oder geknebelt werden. Töten oder Verstümmeln ist nicht gestattet. Ich werde als Schiedsrichter und Feldarzt fungieren. Bewaffnet euch!« Er breitete die Hände aus und die Tische waren plötzlich übersät mit Ausrüstungsgegenständen: Helmen, Bronzeschwertern, Speeren, Schilden aus mit Metall überzogenem Rindsleder.
»Meine Güte«, sagte ich. »Sollen wir das wirklich benutzen?«
Luke sah mich an, als ob er mich für verrückt hielt. »Wenn du nicht von deinen Freunden aus Hütte 5 aufgespießt werden willst, ja. Hier. Chiron dachte, das könnte richtig für dich sein. Du kommst in die Grenzpatrouille.«
Mein Schild war so groß wie eine Reklametafel am Straßenrand und in der Mitte prangte ein großer Caduceus.
Er wog ungefähr eine Million Pfund. Ich hätte ihn wunderbar als Snowboard benutzen können, aber ich hoffte, dass niemand erwartete, dass ich damit rennen würde. Mein Helm hatte, wie alle Helme auf Athenes Seite, eine blaue Helmzier aus Rosshaaren. Ares und seine Verbündeten hatten rote.
Annabeth schrie: »Blaues Team, vortreten!«
Wir jubelten und schüttelten unsere Schwerter und folgten ihr den Weg hinab in den südlichen Wald. Das rote Team schrie Verwünschungen hinter uns her, als es sich auf den Weg in den Norden machte.
Ich schaffte es, Annabeth einzuholen, ohne über meinen Schild zu stolpern. »He!«
Sie marschierte weiter.
»Und was machen wir jetzt?«, fragte ich. »Kannst du mir irgendein magisches Werkzeug leihen?«
Ihre Hand griff nach ihrer Tasche, als fürchte sie, ich könnte ihr etwas gestohlen haben.
»Behalt einfach den Speer von Clarisse im Auge«, sagte sie. »Der darf dich um keinen Preis berühren. Mach dir ansonsten keine Sorgen. Wir werden Ares die Flagge abnehmen. Hat Luke dir gesagt, was du zu tun hast?«
»Grenzpatrouille, was immer das bedeuten mag.«
»Ganz einfach. Stell dich an den Bach und sorg dafür, dass die Roten nicht durchkommen. Den Rest kannst du mir überlassen. Athene hat immer einen Plan.«
Sie lief weiter und ich blieb im aufgewirbelten Staub stehen.
»Na schön«, murmelte ich. »Freut mich, dass du mich in deinem Team haben wolltest.«
Es war ein drückend warmer Abend. Der Wald war dunkel, immer neue Glühwürmchen tauchten auf und verschwanden wieder. Annabeth postierte mich an einem Bach, der über Felsen plätscherte, dann verschwanden sie und die Übrigen unseres Teams zwischen den Bäumen. Als ich so allein dastand, mit meinem Helm mit dem blauen Rosshaarpuschel und dem riesigen Schild, kam ich mir vor wie ein Idiot. Das Bronzeschwert schien falsch austariert zu sein, wie alle Schwerter, die ich bisher ausprobiert hatte. Der Ledergriff zerrte an meiner Hand wie eine Bowlingkugel.
Aber mich würde doch niemand wirklich angreifen, oder? Ich meine, auch auf dem Olymp müsste doch dann Schadensersatz fällig werden, oder?
In der Ferne erscholl das Muschelhorn. Ich hörte im Wald Geschrei und Gebrüll, ich hörte Metall klirren, ich hörte Kampfgeräusche. Ein blau behelmter Apolloverbündeter rannte wie ein gehetztes Stück Wild an
mir vorbei, sprang durch den Wald und verschwand im feindlichen Territorium.
Klasse, dachte ich. Ich verpass den ganzen Spaß, wie immer. Dann hörte ich ganz in der Nähe ein Geräusch, das mir eine Gänsehaut machte: ein leises Hundeknurren.
Ich hob instinktiv meinen Schild; ich hatte das Gefühl, dass sich etwas an mich heranschlich. Dann verstummte das Knurren. Ich spürte, wie dieses Etwas sich zurückzog.
Am anderen Bachufer schien das Unterholz zu explodieren. Fünf Areskrieger brachen grölend und schreiend aus der Dunkelheit.
»Haut ihn zu Brei!«, kreischte Clarisse. Ihre hässlichen Schweinsaugen starrten mich durch die Schlitze in ihrem Helm an. Sie schwenkte einen ein Meter fünfzig langen Speer, dessen metallene Spitze rötlich
flackerte. Ihre Geschwister hatten nur die üblichen Bronzeschwerter � was mir allerdings kein Trost war. Sie jagten über den Bach. Nirgendwo war Hilfe zu sehen. Ich konnte davonlaufen. Oder mich gegen die halbe
Areshütte verteidigen. Ich konnte dem ersten Schlag ausweichen, aber diese Leute waren nicht so blöd wie der Minotaurus. Sie umzingelten mich und Clarisse stieß mit ihrem Speer nach mir. Mein Schild ließ die Spitze abgleiten, aber ich spürte im ganzen Leib ein schmerzhaftes Brennen. Meine Haare sträubten sich. Mein Schildarm verlor jegliches Gefühl. Die Luft brannte.
Elektrizität. Ihr bescheuerter Speer war elektrisch geladen. Ich wich zurück. Ein anderer Arestyp traf meine Brust mit seinem Schwertknauf und ich landete im Dreck.
Sie hätten mich zu Gelee zertreten können, wenn sie nicht so sehr mit Lachen beschäftigt gewesen wären.
»Verpass ihm eine neue Frisur«, sagte Clarisse. »Pack ihn an den Haaren.«
Ich kam irgendwie auf die Beine. Ich hob mein Schwert, aber Clarisse schob es mit ihrem Speer beiseite und dabei stoben die Funken nur so. Jetzt waren meine Arme beide betäubt.
»Ach herrje«, sagte Clarisse. »Was hab ich eine Angst vor dem Kerl. Eine Höllenangst!«
»Die Flagge ist dahinten«, sagte ich zu ihr. Ich wollte mich wütend anhören, aber ich hatte das unangenehme Gefühl, dass mir das nicht gelang.
»Ja«, sagte eins von ihren Geschwistern. »Aber weißt du was, die Flagge ist uns ganz egal. Was uns nicht egal ist, ist so ein Typ, der unsere Hütte blöd aussehen lässt.«
»Das schafft ihr auch ohne meine Hilfe«, sagte ich daraufhin. Was vermutlich nicht gerade ein weiser Spruch war.
Zwei von ihnen kamen auf mich zu. Ich wich zum Bach zurück und versuchte meinen Schild zu heben, aber Clarisse war zu schnell. Ihr Speer traf meine Rippen. Wenn ich keinen gepanzerten Brustharnisch getragen hätte, hätte sie Schaschlik aus mir gemacht. So schüttelte die elektrische Speerspitze mir nur fast die Zähne aus dem Mund. Einer von ihren Mitbewohnern zog sein Schwert über meinen Arm. Es hinterließ eine ziemlich große Wunde. Beim Anblick meines Blutes wurde mir schwindlig, heiß und kalt zugleich.
»Verstümmeln ist verboten«, konnte ich herausbringen.
»Huch«, sagte der Typ darauf. »Da wird mir vermutlich der Nachtisch gestrichen.«
Er stieß mich in den Bach und ich fiel klatschend ins Wasser. Alle lachten. Es sah so aus, als müsste ich sterben, wenn sie sich ausreichend amüsiert hätten. Aber dann passierte etwas. Das Wasser schien meine Sinne zu wecken, so als ob ich soeben eine Tüte von den Doppelespresso- Bonbons meiner Mom verzehrt hätte.
Clarisse und ihre Mitbewohner stiegen in den Bach, um mich fertigzumachen, aber ich war schon aufgesprungen. Ich wusste, was ich zu tun hatte. Ich schlug mit der flachen Seite meines Schwertes nach dem Kopf des ersten Typen und fegte ihm den Helm vom Schopf. Ich traf ihn so hart, dass ich sehen konnte, wie seine Augen zitterten, als er ins Wasser fiel.
Hässlich Nr. 2 und Hässlich Nr. 3 kamen auf mich zu. Ich traf einen mit meinem Schild im Gesicht und nahm mein Schwert, um dem anderen die Helmzier vom Helm zu rasieren. Beide wichen schnell zurück. Hässlich Nr. 4 schien keine große Lust zum Angriff zu haben, aber Clarisse ließ nicht locker. Ihre Speerspitze knisterte vor Energie. Als sie zuschlug, fing ich den Speer zwischen meinem Schild und meinem Schwert und zerbrach ihn wie einen Zweig.
»Ah!«, schrie sie. »Du Idiot! Du Leichenwurm!«
Sie hätte vermutlich noch schlimmere Dinge gesagt, aber ich traf sie mit dem Schwertknauf zwischen den Augen und sie taumelte rückwärts ans Ufer.
Dann hörte ich laute, begeisterte Schreie und sah Luke, der, die Flagge des roten Teams hoch erhoben, auf die Grenze zurannte. Er wurde von zwei Hermestypen gedeckt, und einige Apollos hinter ihm schlugen die Kinder des Hephaistos zurück. Die Aresleute kamen auf die Beine und Clarisse murmelte eine benommene Verwünschung.
»Ein Trick!«, brüllte sie. »Das war ein Trick!«
Sie wankten hinter Luke her, aber es war zu spät. Alles strömte am Bach zusammen, als Luke unser Territorium erreichte. Unsere Seite jubelte los. Das rote Banner schimmerte und verwandelte sich in Silber. Eber und Speer mussten einem riesigen Caduceus weichen, dem Symbol von Hütte 11. Die Leute vom blauen Team hoben Luke auf ihre Schultern und trugen ihn umher. Chiron kam aus dem Wald getrabt und stieß in das Muschelhorn. Der Kampf war zu Ende. Wir hatten gesiegt.
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Batseba-Elisa, 11 Jahre
Das Buch ist sehr spannend, denn einen Roman, in dem griechische Götter eine große Rolle spielen, habe ich noch nicht gelesen. Das war mal etwas ganz anderes. In dem Stichwortverzeichnis hinten im Buch, konnte ich viel über griechische Götter lernen. Ich wäre gern wie Annabeth, denn sie ist ein mutiges Mädchen, die immer einen Plan hat. Ich gebe dem Buch die Note Sehr gut für viel Action, Spannung und wegen dem offenen Ende.
»Eine fantastische Serie. Ich ziehe den Hut vor Ihnen, Mr. Riordan!« Stephenie Meyer »Witzig und einfallsreich, fesselnd, bewegend und wunderbar auf die Spitze getrieben!« The Times »Witzig und schnell erzählt - Percy ist ein Held, dem jedes Kind nacheifern wird!« Sunday Express »Perfekt erzählt! Elektrisierende Momente folgen aufeinander wie Herzschläge.« New York Times »Wortspiele, Witze und subtile Komik, dazu eine fesselnde Handlung!« Telegraph »Rick Riodan ist der Rockstar der Kinderbuchszene!« Publishers Weekly
Biographie:
Rick Riordan war viele Jahre lang Lehrer für Englisch und Geschichte. Mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen lebt er in San Antonio, USA, und widmet sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben. Seine Percy-Jackson-Serie hat den Buchmarkt im Sturm erobert und ist in 32 Länder verkauft worden.